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Grillkamin

Grillkamin schnell selbstgebaut

Jetzt startet die Grillsaison, die erste Grillparty ist in Planung. Keine Lust mehr auf den mobilen Grill? Als Gartenbesitzer genießen Sie das Privileg, sich einen eigenen Grillplatz mit komfortablem Grillkamin und gemütlichem Sitzbereich einzurichten: Die permanente Feuerstelle eines Grillkamins sorgt für Behaglichkeit und spendet angenehme Wärme. Ein guter Grill Kamin führt Qualm sauber ab und übersteht sogar Frost und schlechte Wetterlagen. Doch welcher Grillkamin kommt in Frage?


Schnell selbst aufgemauert: Einfacher Gartengrill

Die einfachste Variante, Marke Eigenbau: Ein gemauerter, nach oben offener Grillkamin als exklusiver Gartenblickfang, den Sie in kompletter Eigenregie aus Klinker oder Mauerziegeln gestalten können, um ihn dann um individuelles Grillzubehör wie Kohlenrost, Aschenkasten und Grillroste zu ergänzen.

Bevor Sie mit dem Aufmauern beginnen, ist die Wahl des richtigen Standorts entscheidend: Wie sind die Lichtverhältnisse, wie der Lauf der Sonne? Wie die Hauptwindrichtung? Wünschen Sie sich einen Grillkamin direkt auf der Terrasse, in Hausnähe oder einem versteckten Winkel Ihres Gartens?

Im Garten mauern Sie ein Betonfundament: Schachten Sie um 30 cm tief aus, füllen Sie eine Kiesschicht von etwa 25 cm ein und setzen Sie das Fundament von ca. 7,5 cm auf. Nachdem der Schalungsrahmen mit einem Mix aus Öl und Wasser ausgestrichen ist, mischen Sie Zement, Sand und Kies im Verhältnis 1 zu 2,5 zu 4. Sorgen Sie auch für eine Armierung in Form einer Baustahlmatte.

Wer seine Kaminwände zwölf Schichten hoch mauert, erhält – normalformatige (NF) Steine vorausgesetzt - einen gut einen Meter hohen Grillkamin. Mauern Sie im Läuferverband (senkrechte Fugen sind je um eine halbe Steinlänge versetzt). Dazu starten Sie jeweils in den Ecken, eine gespannte Schnur und die Wasserwaage helfen ausrichten.

Achten Sie auf gleichmäßige, fortlaufend glattgestrichene Fugen von etwa 1 cm. Wer jetzt mehrere Halter am Grillkamin anbringt, ist später hinsichtlich Grillrost und Kohlengitter flexibel. Und es schadet nicht, einen Unterstellplatz inklusive Tür für die Kohle sowie eine Ablage für das Grillgut einzuplanen.


Grillkamin als Bausatz

Das trauen Sie sich nicht zu? Und ein reiner Holzkohlegrill genügt Ihnen nicht, weil Sie gern mit Holz befeuern möchten und gern eine große Zahl Gäste bewirten? Dann ist ein Grillkamin Bausatz aus Spezialbeton eine Option der Wahl. Im Gegensatz zu Kaminen aus Klinker bzw. Ton und Zement hält dieser Feuerbeton auch ein Holzfeuer aus und ermöglicht die Gestaltung auch größerer Grillflächen sowie ausreichend Abstelloptionen und Strauraum.

Grillkamine gibt es als fertige Bausätze aus einer überschaubaren Anzahl an Bauteilen. Der feuerfeste Mörtel ist nicht immer im Bausatz enthalten, aber essentiell, wo Rauchabzug und Brennraum benötigt werden - unbedingt besorgen. Einzelne Kaminelemente können Sie z. B. mit Hilfe von Fliesenkleber zusammensetzen, mit dem anschließend auch die Fugen verfüllt werden.

Jetzt erhält Ihr Grillkamin einen Außenanstrich mit Dispersionsfarbe oder eine dekorative Schicht aus Rollputz. Wer Schamottsteine verwendet, streicht diese am besten mit farbloser Betonfarbe, die sich auch zum Versiegeln der Feuerraumelemente eignet.

Wichtig: Setzen Sie den bis zu 600 kg schweren Grillkamin nicht direkt auf Ihren Rollrasen. Auch ein Sandbett reicht hier kaum hin, ein Absinken des Untergrunds zu verhindern: Bauen Sie besser ein Fundament, wie oben erläutert.


Grillkamin aus Gabionen

Eine robuste, schnell errichtete Alternative bietet ein Grillkamin mit Natursteinen – aus Gabionen. Hersteller dieser Drahtgitterkörbe haben sich inzwischen auf diesen Trend eingestellt und bieten entsprechende Bausätze an.

Funktioniert das? Keine Angst - ebenso wie der klassische Gartenkamin leitet dieser Typ den Rauch kontrolliert nach oben und steht gemauerten Grills auch funktional in nichts nach. Zur Errichtung Ihres Grillkamins verwenden Sie z. B. 100 cm x 50 cm x 50 cm Gabionen.

Allerdings verbinden Sie diese nicht wie üblich über Spiralen, sondern mit Hilfe kurzer, zusammengedrehter Drahtstücke. Messen Sie ab, wie groß die Aussparung für die Rauchabzugshaube sein muss: Diesen Bereich trennen Sie anschließend mit einem Bolzenschneider aus dem Gitter heraus – und setzen diese Stücke als Seiten- und Bodenteile ein.

Jetzt platzieren Sie die Gabione waagerecht an Ort und Stelle und befüllen sie so dicht wie möglich - ohne Hohlräume! - mit größeren Natursteinen wie z. B. Basaltlava. Ein Spannanker stabilisiert das Ganze. Dann setzen Sie eine zweite, entsprechend zugerichtete Gabione auf die erste und verbinden sie über Draht fest mit dieser: Spannanker, fertig, jetzt dürfen Sie eine Feuerschale einfügen und darüber eine Abzugshaube mit Draht an der Gabione festmachen. Viel Spaß!


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