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Baustoffe Ziegel

Ziegelsteine und Klinker

Der Ziegelstein, ein aus gebranntem Ton oder Lehm gefertigter Mauerstein, ist ein Baustoff mit langer Tradition.
Ziegel werden u. a. in Form von Dachziegeln, Klinkern oder Außenmauerziegeln sowie beim Bau von Kanalschächten eingesetzt. Man unterscheidet Vollziegel von Langloch- und Hochlochziegeln, diverse Vormauer Vollziegel sowie unterschiedliche Klinker Arten.


Ziegel Herstellung

Der gut formbare, Feuchtigkeit gut aufnehmende Ton, ein Verwitterungsprodukt von Gesteinen wie etwa Granit, bildete seit jeher den Rohstoff für die ursprünglich manuelle Fertigung der Ziegel.

Bei Lehm handelt es sich um so genannten gemagerten Ton, reinem Ton, dem bis zu achtzig Prozent Sand beigemischt werden, um ein Schwinden und letztendliches Reißen des Tons während des Brennvorgangs zu verhindern.

Selbstverständlich müssen die Rohlinge vor dem Brennen gut durchtrocknen. Und nur bei Temperaturen um 1000 Grad Gebranntes ist wasserbeständig. Höhere Temperaturen (um 1100 Grad) lassen den Ton schmelzen, - wie es bei der Klinker Herstellung gewünscht ist.

Der feste, frostresistente Klinker dient als Vormauerschale von Gebäuden.

Eventuell ist man jedoch an Baustoffen mit einer Rohdichte von weniger als 1,0 kg/dm³ interessiert, die man zur Wärmedämmung im Außenbereich verwenden kann? Dem Rohstoff werden brennbare Stoffe wie Sägespäne oder Polystyrol beigemischt. Wird der Ziegel schließlich gebrannt, verbrennen jene Stoffe bzw. gasen aus. Das Ergebnis: Feine Luftporen.


Klinker Wärmedämmung und Schalldämmung

Stark wärmedämmende Lochziegel mit durchgehenden Löchern und Poren sind auch unter dem Namen Poroton Steine bekannt. Die Verwendung solcher Ziegel Steine macht eine weitere Wärmedämmung meist überflüssig. Rohdichten von 0,8 kg/dm³ bei Leichtziegeln plus Leichtmörtel LM 36 machen bei Wandstärken von 36,5 cm k-Werte unterhalb von 0,40 W/m²K möglich.

Leider ist der Schallschutz hier weniger gut: Lochziegel sind für Trennwände alles andere als geeignet, - es sei denn, man wählt spezielle Formen, deren Hohlkammern zur Erreichung einer größeren Rohdichte mit Beton abgeschlossen werden. Ab 30 cm starke, einschalige und beidseitig verputzte Außenwände aus Leichtziegeln und Leichtmörtel erfüllen die DIN-Norm 4109 zum Schutz vor Außenlärm.

Ziegel sind Klimakünstler: Ihre kapillare Struktur reguliert Feuchtigkeitseffekte auf natürliche Weise. Raumfeuchtigkeit wird gespeichert und schnell wieder an die Außenluft abgegeben. Gleichzeitig verhindert die dämmende Eigenschaft ein Auskühlen des Mauerwerks während der Kälteperioden. Im Sommer dagegen nehmen Ziegelwände die Raumhitze auf und geben diese bei kühleren Außentemperaturen erneut ab, - eine Eigenschaft, die in den Ziegel Bauten südlicher Ländern seit jeher wie eine Art natürliche Klimaanlage genutzt wird.

Damit tragende Wände Lasten risikolos in den Grund ableiten können, müssen Massivbaustoffe standsicher und fest sein. Für Ziegel gelten Druckfestigkeitsklassen von 4 bis 60 N/mm².

Brandsicherheit? Verputzte Ziegel Wände erfüllen die DIN-Norm 4102 der Feuerwiderstandsklasse F90 ab einer Stärke von 11,5 Zentimetern.

Einmal gebrannt, ist Ton gegen jedes Verrotten resistent, sogar gegen sauren Regen und Luftverschmutzung, wie eine historische Klinker Fassade beweist. Nicht ohne Grund belegt man Böden chemischer Laboratorien mit diesem Material. Außerdem behält Ziegel die Form, denn er quillt weder auf, noch dehnt er sich nach Gewohnheit mancher bindemittelbasierter Baustoffe unter Temperatureinwirkung wesentlich aus.


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