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Freischwinger

Kompromisslos komfortabel - Freischwinger

Zurück zur neuen Sachlichkeit? Der Freischwinger, legendärer Designklassiker des 20. Jahrhunderts, feiert sein Comeback in Büro und Esszimmer. Nachdem das Bauhaus vielfältig mit kalt gebogenem Stahlrohr experimentiert hatte, schuf der holländische Architekt Mart Stam 1926 aus Gasleitungsrohren eine echte Innovation, den hinterbeinlosen, rechtwinklig konzipierten Kragstuhl. Eine leider etwas starre Konstruktion, die erst Mies van der Rohe zum Schwingen brachte. Die Weiterentwicklung: Ein Stuhl aus nahtlos gezogenem Rohr mit rundgebogenen Kufen und federndem Sitz, der bis dato nicht an Charme eingebüßt hat.


Raffinierte Konstruktion, perfekter Sitzkomfort

Eine tragende Konstruktion aus gebogenem Rohr ersetzt die Stuhlbeine - und bildet den Rahmen für Rückenlehne und Sitzfläche. Armlehnen? Kamen erst später.

Zeitlos-modern und mit gradliniger Formensprache präsentiert sich der Freischwinger als der Jazz unter den Esszimmerstühlen. Weil er auf minimalste Bewegungen reagiert und ungezwungen mitgeht, entlastet der Freischwinger die Wirbelsäule. Vorbei die Tage starren Sitzens am geselligen Esstisch: Im Schwingstuhl lockern sich die Rückenmuskeln, während die Wirbelsäule Unterstützung erfährt – etwas, das besonders Maßfertigung in Perfektion leistet.

Eine raffinierte, noch luftigere Variante: Hier sind Armlehnen, nicht Rückenlehnen, mit dem Sitz verbunden – für freies Schwingen, während die Unterarme bequem aufliegen. Ein idealer Besucherstuhl fürs Büro, oder?

Schwingen und doch sicher sitzen – wie klappt das? Schwergewichtigkeit ist nicht das Geheimnis, sondern Spannung: Kraft gelangt über die Vorderbeine auf Kufen oder Füße, wobei die Kufen großzügig auf dem Boden aufliegen - und so ein Umkippen des Möbels verhindern. Setzt man sich hinein, geben die Vorderbeine nach und die ergonomisch geformte Sitzfläche neigt sich nach hinten: Fertig ist die Schaukelbewegung. Auch bei reduziertestem Querschnitt wird hohe Zug- und Druckkraft realisiert – und damit ein gleichermaßen graziler wie stabiler Stuhl.


Freischwinger Polsterungen und Rahmen: Viele Designvarianten, ein Prinzip

Immer lässig-elegant und topmodern: Freischwinger verfolgen - bei aller Unterschiedlichkeit – dasselbe Grundprinzip. Wandelbarer Stuhl in Material und Musterung, kommen Schwingstühle unauffällig bis blickfangfreudig, z. B. mit andersfarbigen Seitenbezügen, daher. Und bringen jeden Esstisch durch beschwingt leichte Bauart zur Geltung – wo sie auf Kufen dahingleiten, versperrt kein Stuhlbein die Sicht.

Vollpolsterversionen, ob Leder oder Textil, bieten ein Maximum an Komfort – man sitzt auf einem Polsterkern aus geschäumtem Polyäther, umhüllt von Polyestervlies – natürlich FCKW-frei produziert und mit Polsterstärken von nicht weniger als sechs Zentimetern. Oder entscheidet sich für Bezüge aus feinem Rindsleder mit Kappnaht in wählbaren Kontrastfarben oder der klassisch-schwarzen Leder-Sitzbespannung.

Kaum etwas ist so wichtig wie die Wahl der richtigen Oberfläche – für den ständigen Gebrauch gemacht: Echtes Leder ist widerstandsfähiger als sein künstliches Pendant - und gewinnt mit dem Alter an Schönheit. Preiswertere Lederoptik bieten Freischwinger mit Sitz- wie Rückenfläche aus Polyurethan (PU), sprich Kunstleder. Hier sollte das Grundgewebe aus formbeständigen 100 % Baumwolle bestehen.

Cool und zeitlos angesagt: Die klassische Netzbespannung aus Eisengarn, streng genommen gezwirntes, festes Baumwollgarn in vielen Farben und ausgesprochen strapazierfähig. Das 21. Jahrhundert ist inzwischen zu Kunststoffgewebe gewechselt und bevorzugt z. B. das Knallbunt luftiger Netzbezüge aus Mesh-Gewebe.

Der Rahmen? Traditionell ein verchromtes Stahlrohrgestell, gern aufgewertet durch pfiffige Armlehnen aus lackiertem Holz. Wie Sie hochwertige Verarbeitung erkennen? Der tragende Rahmen verzichtet, sofern er nicht ohnehin aus einem einzigen Rohr geformt wurde, auf Unebenheiten wie Schweißnähte und unsaubere Übergänge. Zudem verfügen gute Gestelle über einen Rutsch- und Kratzschutz.


Freischwinger aus Holz

Komplette Holzgestelle erweisen sich handgefertigt und mit Holzinnengestell, z. B. aus Kernbuche, als besonders robust. Bloße Holzauflagen aus Formholz mit Nussholz, Eichefurnier oder melaninharzbeschichtet werden dagegen auf ein Gestell aufgeschraubt - so dass sie mit der Lehne eine Einheit aus einem Guss bilden: Nur dann schwingt der Stuhl perfekt.

Wählen Sie eine ausreichend hohe Rückenlehne und eine erhöhte Sitzfläche von wenigstens 50 cm – ein Komfortplus, das vor allem die Größeren unter Ihren Tischgästen freut. Nicht nur praktisch, sondern auch optischer Akzent: Integrierte Griffe am oberen Lehnenabschluss.

Rattan Freischwinger

Edel, nicht nur beim Sonntagsfrühstück im Garten: Bespannungen aus fein gearbeitetem Rattan oder gleich komplett daraus gefertigt. Angelehnt an den Original-Pfabstuhl von Jörn Pfab von 1951 bietet der Markt Freischwinger-Sessel als Relaxmöbel mit passendem Hocker an. Naturrattan wird hier durch wetterfestes Kunstststoffgeflecht in täuschend ähnlicher Optik ersetzt.


Kunststoff pur – zeitloser Designer-Freischwinger

Wo das Recyclingthema Obskures wie Freischwinger aus Papier hervorbringt, schlägt der Panton Chair des Dänen Verner Panton die Gegenrichtung ein. Bereits in den 1960ern kreierte Panton diesen Klassiker aus Kunststoff aus einem Guss, angelehnt an einen Stuhl aus unter Dampfdruck gebogenem Sperrholz.

Den Freischwinger der 1960er gibt es noch immer, wenngleich sich seine Oberfläche jetzt nicht mehr glatt, sondern in mattem, glasfaserverstärkten Polypropylen präsentiert - klassisch in Rot, aber auch in Weiß, Eisgrau oder Mandarin erhältlich. Outdoorfest und witterungsbeständig, verschönert dieser Freischwinger auch Garten und Terrasse - Additive verhindern ein Ausbleichen. Allerdings – nur ein Mikrofasertuch entfernt auch feinste Partikel aus der ein wenig porös wirkenden Kunststoffoberfläche.

Der skulpturartige Stuhl verfügt über eine leicht gewölbte, breite Sitzfläche und zahlreiche Rundungen. Sehr komfortabel, wirkt er durch den Verzicht auf Ecken und Kanten organisch körperangepasst. Und sogar die Lehne ist gekrümmt - ein leichter Stuhl, der auch Schwergewichte aushält.


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