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Baustoffe Beton

Mit mehr als fünf Milliarden Kubikmetern ist Beton der derzeit global beliebteste Baustoff. Beton, der im Eigenheimbau meist verwendete Baustoff, hat eine Reihe von Vorzügen: Er überzeugt durch eine hohe Festigkeit und Langlebigkeit, lässt sich in nahezu jede beliebige Form geben und verfügt über ausgezeichnete Schalldämmungseigenschaften. Die Rohdichte von Normalbeton beträgt üblicherweise 2.000 bis 2.800 kg/m³.

Doch Vorzüge wie Festigkeit und hohe Dichte haben eine Schattenseite: Wärmedämmung wird zum Problem. Um den Anforderungen an die Energieeinsparverordnung zu genügen, müssen Außenwände aus Beton und Bodenplatten von Gebäuden ohne Kellerbereich daher immer zusätzlich wärmegedämmt werden.

Spezieller Leichtbeton (wie Porenbeton) dagegen verfügt über gute wärmedämmende Eigenschaften und eignet sich daher hervorragend für Sichtmauerwerke. Lufteinschlüsse ergeben sich durch die Beigabe von Zuschlagstoffen wie Blähton- oder –schiefer, Bimsstein oder Lavaschlacken.


Beton Herstellung

Der Beginn modernen Betonbaus lässt sich auf das Ende des 19. Jahrhunderts datieren; der ursprüngliche Begriff Beton meint Stein- bzw. Gussmörtel. Entsprechend besteht Beton aus eine Mischung von Zuschlagmaterialien wie Sand, Splitt oder Kies sowie dem Binder Zement, welcher Wasser beigegeben wird: Schon kann die Masse, der so genannte Frischbeton, in jede erdenkliche Form gegossen werden. Das Mischverhältnis von Wasser und Zement, der Wasserzementwert, spielt für das letztliche Aushärten des Betons eine wichtige Rolle. Zusätzlich kommen zuweilen Fließmittel oder Betonverflüssiger zum Einsatz.

Je nach Anforderungen wie Tragfähigkeit, Sicherheit, Schall- oder auch Brandschutz entstehen unterschiedliche Beton Typen. Die tatsächliche Festigkeit dieses Baustoffes bemisst sich nach der Korngröße der verwendeten Zuschlagstoffe.

Während Zuschlagstoffe einer Größe aufgrund der entstehenden Zwischenräume die stabile Verdichtung und Festigkeit des Betons verhindern, bringt eine ausgewogene Mischung gestufter Körnung den gewünschten Erfolg. Wird der Beton schließlich eingebracht, muss der Zement keine überflüssigen Hohlräume füllen. Seine einzige Aufgabe: Als Schmiermittel zu fungieren und die Zuschlagkörner miteinander zu verbinden.

Auf diese Weise ist nur wenig Zementleim notwendig. Und der Beton lässt sich gut verarbeiten und verdichten, - von den geringeren Kosten gar nicht zu reden. Des Weiteren sorgt eine gute Infrastruktur von Zement- und Betontransportunternehmen für eine gute Verfügbarkeit dieses Baustoffes und damit kurze Transportwege.

Betontafeln bzw. Betonfertigteile für Wände, Decken und ganze Dächer und Badezimmer werden fabrikmäßig produziert, um anschließend an Ort und Stelle nur noch montiert zu werden. Aus solchen Fertigteilen erbaute, wirtschaftlich errichtete Systemhäuser punkten mit einem innerhalb weniger Tage fertiggestellten Rohbau.

In allen anderen Fällen bringen Mischfahrzeuge den so genannten Ortbeton an den Platz, wo er dann gemischt, in Schalungen eingefüllt, mittels Rüttelmaschine gegen Lufteinschlüsse verdichtet und schließlich verbaut wird.
Besonderer Spritzbeton wird mit Druckluft flächenartig auf die entsprechenden Stellen gespritzt, - sinnvoll bei Sanierungsvorhaben und/oder dem Verstärken bestehender Konstruktionen aus Stahl und Beton.


Besondere Beton Arten …

Stahlbeton

Beton ist vielseitig: Allerdings stellt Stahlbeton mit Einlagen wie Drähten, Matten oder auch Stäben ganz spezielle Anforderungen. Filigranes lässt sich nicht in jeder Form realisieren. Bewehrung, Stahleinlagengröße und Abmessungen der Zuschlagkörner begrenzen hier die Abmessungen von Bauteilen. Dennoch ist Stahl generell imstande, starken Zugkräften, wie sie beispielsweise beim Bau von freitragenden Treppen auftreten, über seine hohe Zugfestigkeit entgegenzuwirken.

Stahlbeton wird im Hochbau für Fundamente, Bodenplatten, Geschossdecken und Stützen eingesetzt. Besonders häufig werden Keller mit Hilfe von vorgefertigten Betontafeln gebaut.

Schwerbeton

So genannter Schwerbeton (mit einer Trockenrohdichte von über 2,8 t/m³) enthält Schwerzuschläge wie Eisenerz, Baryt oder Stahlgranulat.

Bodenestrich

Auch beim bekannten Bodenestrich (Beton Estrich) handelt es sich um Beton. Estrich fungiert als Füllstoff, der sich ausgleichend und quasi „schwimmend“ über Fußbodenheizungen sowie Wärme- und Trittschalldämmung legt.

Faserbeton

Spezieller Faserbeton enthält eine Beimischung von Kunststoff-, Glas- oder auch Stahlfasern. Faserbeton dient als Bewehrung und beugt Rissen durch erhöhte Zugspannung vor. Reißt das Material dennoch, entstehen statt einer größeren Beschädigung lediglich viele gleichmäßig verteilte, harmlosere und kleinere Risse.

Spannbeton

Spannbeton mit vorgespanntem Stahl macht den Baustoff gegen Zugkräfte und damit Reißen unempfindlich, - beispielsweise unerlässlich beim Bau von größeren Deckenbereichen.

Sichtbeton

Und wer sagt eigentlich, dass Beton grau und hässlich sein muss? Spezieller Sichtbeton darf und soll gesehen werden. Glatte oder strukturierte, aber unbearbeitete Oberflächen fungieren als gestalterische Elemente.

Naturbeton

Naturbeton? Gibt es so etwas? Eindeutig ja. In der Natur findet sich tatsächlich eine Art hartes, graues bis hellbraunes Konglomeratgestein aus feinkörnigem Isarkies, von den Münchnern auch als Nagelfluh bezeichnet. Nagelfluh entstand durch die natürliche Vermischung von Kies, Sand, Wasser und in der Natur vorkommenden Bindemitteln, - vor Millionen von Jahren.


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